Archiv für den Monat: September 2013

Texapore

Texapore ist eine hauseigene Entwicklung des deutschen Outdoor-Riesen Jack Wolfskin. Produkte mit Texapore bieten Schutz vor Regen und allgemein davor, dass Feuchtigkeit eindringt. Die Technologie ist vielleicht nicht so bekannt wie das weit verbreitete und herstellerübergreifend verfügbare Gore-Tex, aber nicht weniger leistungsfähig. Weiterlesen

Daune

 

Bild einer strahlend weißen Daune vor schwarzem Hintergrund

Daune – federleicht und warm – Kai Niemeyer / pixelio.de

Daune wird im Outdoorbereich überall da eingesetzt, wo wir uns Wärme wünschen: in Winterjacken und -westen, aber auch in Schlafsäcken. Eine hochwertige Füllung ermöglicht es uns, auch bei extremsten Bedingungen draußen zu sein. Weiterlesen

Bauschkraft

Die Bauschkraft (oder auch fillpower) ist ein Qualitätsmerkmal bei Daunen. Sie wird in cuin (cubic inch, Kubikzoll) angegeben. Zur Ermittlung der Bauschkraft wird die Daune in einen Messzylinder gegeben und komprimiert. Je besser sich die Daune danach wieder ausdehnt – hier spricht man von “aufbauschen” – umso höher ist ihre Wärmeleistung und damit auch ihre Qualität.

Allerdings bedeutet das nicht, dass man immer das Produkt mit der höchsten Bauschfkraft kaufen sollte. Sonst kann es schnell passieren, dass man ein Kleidungsstück oder einen Schlafsack besitzt, der für die eigenen Touren und Wanderungen zu warm ist.

Ab einer Fillpower von 700 cuin kann man bei Daune von absoluter Spitzenqualität sprechen.

Wassersäule

Wassertropfen, die auf einem blauen Stoff abperlen

Der Regen perlt wunderbar ab – so soll es sein! – lichtkunst.73 / pixelio.de

Der Begriff Wassersäule fällt immer dann, wenn es um den Schutz vor Regen und Nässe geht. Häufig geht es um Bekleidung, aber auch Zelte und Zeltböden besitzen eine Wassersäule. Aber was genau fängt man mit dem Wert, der in Millimetern angegeben wird, an? Je höher der Wert, umso dichter ist meine Jacke, Hose oder mein Zelt? Also muss ich doch die Jacke und das Zelt mit dem höchsten Wassersäulenwert kaufen, um nicht nass zu werden, oder?

Ganz so einfach ist es nicht. Zunächst einmal etwas zur Ermittlung der Wassersäule: das zu testende Stück Stoff wird unter einen Zylinder mit Skala gelegt. Dann wird dieser stetig gefüllt. Der Wert, bei dem gerade noch kein Tropfen Wasser von außen durch den Stoff dringt, bestimmt die Wassersäule. Eine Wassersäule von 2.000 mm bedeutet also, dass das Material bis zu dem Druck dicht ist, der in 2 Metern Tiefe unter Wasser herrscht. Nun wird man wohl kaum draußen unter freiem Himmel in die Situation kommen, dass eine 2 Meter hohe Wassersäule auf die Regenjacke oder das Zeltdach drückt. Regen und Sturm entwickeln aber durchaus ähnliche Kräfte.

Und ab welcher Wassersäule bin ich jetzt gut geschützt? Rein rechtlich, nach DIN-Norm, gilt ein Stoff ab 1.300 mm Wassersäule als dicht. Von Bekleidung und Zelten mit solch niedriger Wassersäule sollte man allerdings die Finger lassen. Was man wirklich braucht, hängt ganz stark davon ab, wo man das jeweilige Produkt einsetzen will. Es gibt wohl nur wenige Prozent der Erdbevölkerung, die in ihrem Leben tatsächlich in eine Wettersituation geraten, wo wasserdichte Bekleidung mit einer Wassersäule von 20.000 mm notwendig ist. Hier handelt es sich um Extremsportler im absoluten Grenzbereich! Beim Spaziergang oder der Trekkingtour werden solche Werte nicht erreicht. Von daher ist der gängige Bereich bei Bekleidung zwischen 3.000 und 10.000 mm anzusiedeln.

Eine Wassersäule über 10.000 mm macht bei Zeltböden schon wieder mehr Sinn. Auf dem Zeltboden kniet, steht und liegt man, da kann man sich gut vorstellen, dass die Böden einem erhöhten Druck standhalten müssen.

Ein letzter Hinweis noch: die größte Wassersäule nützt nichts, wenn Nähte und Reißverschlüsse nicht versiegelt sind. Dann wird sich das Wasser über diese Schwachpunkte einen Weg ins Innere bahnen.